Familienbuch Euregio

Joseph Zander
* 1866 jd Herrath    + 10.02.1930 Wanlo
Beruf: Seidenweber 
[ShermanZander] S.13, Mein Großvater Joseph Zander war von Beruf Seidenweber. Er heiratete meien Großmutter Henriette, geborene Kahn, aus dem Nachbarort Beckrath. Sie hatten fünf Kinder: Sophie, Albert, Emil, Sybille und Emma. Sie besaßen ein kleines Haus und einen herrlichen, riesengroßen Garten. 
[Erckens] II/290,341 Joseph Zander, *1866 Herrath, +10.2.1930 Wanlo, verheiratet mit Henriette Kahn, 5 Kinder, wohnhaft in Wanlo; Sohn von Isaak Zander und Jakobine Wolf 
[Epidat] [Grabstein] Jüdischer Friedhof Mönchengladbach-Wickrath, N° 27, »Ruhestätte Josef Zander, geb. 1866, gest. 1930. Ehefrau Henriette Zander starb nebst 3 Kindern und Familien in fremder Erde, für uns ruhen sie hier.«
Eltern: Isaac Zander und Jacobina Wolf
Link: Steinheim-Institut: Grabstein-Epigraph von Josef und Henriette Zander
Henriette Cahn
* 17.09.1864 jd Wanlo    + 02.04.1943 Theresienstadt
[Erckens] II/340, Henriette Cahn war die 1864 in Wanlo geborene Tochter des Handelsmannes Bernhard Cahn und der Sophie Bleeck (Blech). Sie wohnte in Wanlo bei ihrem verwitweten Vater. Das war gewiss auch der Grund, warum ihr Ehemann Joseph Zander 1892 sofort zu ihr nach Wanlo zog und hier im Haus Nr. 61 den Familienwohnsitz begründet; er brachte seine verwitwete Mutter Jakobine Zander geb. Wolf gleich mit nach Wanlo. 
[Gedenkbuch] Henriette Zander geb. Cahn, *17.9.1864 Wanlo, wohnhaft in Wickrath; deportiert am 25.7.1942 ab Düsseldorf nach Theresienstadt; verstorben am 2.4.1943 in Theresienstadt 
[YadVashem] Henriette Zander geb. Cahn, *19.9.1863 (!) Beckrath, wohnhaft in Wanlo; verstorben 1943 in Theresienstadt; Ehefrau von Josef Zander; Tochter von Isak Cahn; Gedenkblatt 1970 eingereicht von Hilde Sherman, Bogota, Columbia 
[ShermanZander] S.58, Riga 1942, Edith, die »Arierin« (Hildes Cousine), schrieb, dass Oma mit verschiedenen alten Damen, unter anderem auch mit Dora, bei der sie in letzter Zeit gewohnt hatte, insgesamt sechszehn Frauen, in die Tschecheslowakei verreist sei... Nach dem Krieg erfuhren wir, dass meine Großmutter noch ein ganzes Jahr in Theresienstadt vegetiert hatte. Mutterseelenallein. 
Opfer der Shoa 
Eltern: Isaac Bernhard Cahn und Sophie Bleeck
5 Kinder
Sophie Zander
* 29.03.1893 jd Wanlo    + Litzmannstadt
[ShermanZander] S.12, November-Pogrom, Meine Eltern suchten ein paar Kleinigkeiten zusammen, und abends fuhren wir mit unserer Großmutter und Emma nach Köln. Dort wohnten wir bei meines Vaters ältester Schwester Sophie und Onkel Benno. 
[ShermanZander] S.27, Im November 1941 wurden meine Tante Sophie, Onkel Benno Wolf und dessen beide Schwestern mit allen Angehörigen von Köln nach Lodz in Polen deportiert. Alle wurden umgebracht. 
[Gedenkbuch] Sophia Wolf geb. Zander, *29.3.1893 Wanlo, wohnhaft in Köln; deportiert am 30.10.1941 ab Köln nach Litzmannstadt (Lodz) 
[Corbach] S.381, II. Transport von Köln nach Litzmannstadt am 30.10.1941, N° 932-933, von Köln, Thieboldsgasse 47: Benjamin Wolf, *30.6.1882 Düren, verheiratet; Sofia Wolf, 29.3.1893 Venlo (!), verheiratet 
[YadVashem] Sofia Wolf, *27.3.1891 Wanlo, wohnhaft in Köln; deportiert nach Lodz; Tochter von Josef und Henriette; Gedenkblatt 1970 eingereicht von Hilde Sherman, Bogota, Columbia 
Opfer der Shoa
mit Benjamin Wolf
Albert Zander
* 10.07.1894 jd Wanlo   
Beruf: Gerbereiarbeiter 
Frontkämpfer im Ersten Weltkrieg 
[Erckens] II/340, Albert Zander, *10.7.1894 Wanlo, Gerbereiarbeiter, Sohn von Joseph Zander und Henriette Kahn 
[ShermanZander] S.65, Riga 1942, Bis plötzlich im November ein Brief von Edith (Hildes Cousine) kam: »Jetzt habe ich seit Oktober auch keine Nachricht mehr von Herbert und Ruth.« - Das war das Ende. Das war alles. - Nach der Befreiung habe ich in Erfahrung gebracht, dass meine Mutter, meine Geschwister und viele andere deportiert wurden, damit (...) am 20. April 1942 Mönchengladbach »judenfrei« war. Mein Vater wurde zunächst zurückgestellt, weil er Frontkämpfer des Ersten Weltkriegs und verwundet war. Aber er meldete sich freiwillig, um mit meiner Mutter und den Kindern deren Schicksal zu teilen. 
[Gedenkbuch] Albert Zander, *10.7.1894 München-Gladbach, wohnhaft in München Gladbach; deportiert am 22.4.1942 ab Düsseldorf nach Izbica 
[YadVashem] Albert Zander, *10.7.1893 (!) Wanlo, wohnhaft in Gladbach, deportiert nach Izbica; Ehemann von Paula Wiesenfelder; Sohn von Josef und Henrietta; Gedenkblatt 1970 eingereicht von Hilde Sherman, Bogota, Columbia 
Opfer der Shoa
mit Paula Wiesenfelder
3 Kinder: Hilde, Herbert, Ruth
Emil Zander
* 20.08.1897 jd Wanlo    + 09.1942 Kulmhof
[ShermanZander] S.26, Im Oktober 1941 wurde mein Onkel Emil Zander mit seiner Frau Sofia und den beiden Söhnen Otto, fünfzehn, und Dieter, neun Jahre alt, zusammen mit seinen Schwiegereltern und den Brüdern und Schwestern seiner Frau von Düsseldorf deportiert. Insgesamt dreizehn Personen. Nicht einer von ihnen überlebte. 
[Gedenkbuch] Emil Josef Zander, *20.8.1897 Wanlo, wohnhaft in Düsseldorf; deportiert am 27.10.1941 ab Düsseldorf nach Litzmannstadt (Lodz), im September 1942 nach Kulmhof (Chelmno); umgekommen im September 1942 in Kulmhof 
[YadVashem] Emil Zander, *1895 Wanlo, wohnhaft in Düsseldorf; deportiert nach Minsk; Ehemann von Sophia Cahn; Sohn von Josef und Henriette Zander; Gedenkblatt 1970 eingereicht von Hilde Sherman, Bogota, Columbia 
[YadVashem] Emil Zander, geb. um 1900 bei Beckrath; wohnhaft in Düsseldorf, Dianastraße 23; deportiert nach Litzmannstadt; Ehemann von Sophie Cahn; Gedenkblatt 1986 eingereicht von Harry Curtis, England (cousin by marriage) 
Opfer der Shoa 
oo mit Sophie Cahn
Sibille Zander
* jd Wanlo   
[ShermanZander] S.12, November-Pogrom, Bei der zweiten Schwester meines Vaters, Sybille, waren bereits sechzehn Menschen versteckt. Sie war mit einem Katholiken verheiratet und erst vier Jahre zuvor von meiner Familie, die streng othodox war, mit ihrem Mann akzeptiert worden. Wir Kinder hatten Onkel Willy sehr gern, er konnte so wunderschön zeichnen und malen und hatte immer gute Laune. 
[Erckens] II/341, Sybille Zander heiratete 1934 nach Köln. 
oo mit Willy NN
Emma Zander
* jd Wanlo   
[ShermanZander] S.12, November-Pogrom, Sobald der Tag heraufzog, ging mein Vater in das Nachbardorf, um unsere Großmutter zu holen. Sie lebten dort als einzige jüdische Familie, meines Vaters jüngste Schwester Emma, ihr Mann Siegmund und Großmutter. 
[Erckens] II/341, Emma Zander heiratete am 2.10.1936 den aus Wickrath stammenden Sigmund Harf. Sigmund Harf und Emma Zander wurden am 8.12.1941 nach Riga deportiert, überlebten und wanderten nach dem Krieg nach Kolumbien aus. 
oo 2.10.1936 mit Sigmund Harf

 
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