Familienbuch Euregio

Adolph Kirdorf
* 25.06.1845 Mettmann    + 08.07.1923 München
Beruf: Montanindustrieller 
[Lüth] [AachenCasino] N°653 
[Wikipedia] Adolph Kirdorf, *25.06.1845 in Mettmann, †08.07. 1923 in München, war ein deutscher Montanindustrieller. Er war ein Sohn des Webers Martin Kirdorf und der Amalie Dickens und älterer Bruder des Industriellen Emil Kirdorf. Im Jahre 1875 berief man ihn zum kaufmännischen Leiter des Aachener Hütten-Aktien-Vereins Rothe Erde, um diesen nach der Gründerkrise und mehrfachem Besitzerwechsel neu aufzustellen und zu sanieren. Im Jahre 1904 gehörte Adolph Kirdorf zu den Mitbegründern des Stahlwerksverbandes in Düsseldorf, der zum Ziel hatte, die heterogene Produktion der eisenverarbeitenden Industrie in einem Wirtschaftskartell beziehungsweise Syndikat zusammenzuschließen und der infolgedessen zusammen mit dem oberschlesischen Stahlwerksverband die gesamte deutsche und luxemburgische Stahlindustrie beherrschte. Dieser vertrat somit unter anderem auch die Interessen des Aachener Hütten-Aktien-Vereins. Weiterhin ging Kirdorf zusammen mit dem Schalker Gruben- und Hüttenverein zum 1. Januar 1905 eine Interessengemeinschaft ein, die schließlich im Jahr 1907 in einer formalen Fusion unter dem Dach der Gelsenkirchener Bergwerks-AG mündete, wo sein Bruder Emil mittlerweile zum Generaldirektor aufgestiegen war. Im Jahre 1906 veranlasste Adolph Kirdorf die Angliederung der Eschweiler Drahtfabrik an den Aachener Hütten-Aktien-Verein, da diese in jenem Jahr durch ein Hochwasser der Inde schwer beschädigt worden war. Schließlich begann er im Jahr 1910 wiederum zusammen mit seinem Bruder noch die nach ihnen benannte Adolf-Emil-Hütte im luxemburgischen Esch-sur-Alzette zu errichten, um mit den lothringisch-luxemburgischen Erzvorräten weiter in der Stahlindustrie zu expandieren. Diese 1912 fertiggestellte Hütte galt als eine der modernsten Anlagen ihrer Zeit. Damit gehörte der Aachener Hütten-Aktien-Verein mit mittlerweile elf Hochöfen neben der einheimischen Arbed mit 15 Hochöfen und der Deutsch-Luxemburgischen Bergwerks- und Hütten-AG des Ruhrindustriellen Hugo Stinnes mit 9 Hochöfen nunmehr auch zu den bedeutendsten Unternehmen der Schwerindustrie in Luxemburg. Für seine Verdienste wurde Kirdorf zum Geheimen Kommerzienrat ernannt und im Jahr 1912 mit der Ehrendoktorwürde der RWTH Aachen geehrt. Adolph Kirdorf fand seine letzte Ruhestätte auf dem Heißbergfriedhof Burtscheid in Aachen. Adolph Kirdorf war in erster Ehe verheiratet mit Klara und anschließend mit Emma Hoesch, beides Töchter des Dürener Papierfabrikanten Matthias Eberhard Ludolf Hoesch, einem Sohn von Ludolf Matthias Hoesch. Mit Klara hatte er den Sohn Max, der ebenfalls als Montanindustrieller tätig war, aber im gleichen Jahr wie sein Vater und nur einen Monat zuvor verstarb, sowie zwei Töchter. Von diesen heiratete Adele zunächst Eduard Honigmann, Sohn des Bergwerkbesitzers Friedrich Honigmann und in zweiter Ehe den General der Flieger Gustav Kastner-Kirdorf. 
[Hilgers] [Grabstein] auf dem Heißbergfriedhof in Burtscheid, Adolph Kirdorf, Dr. Ing. h.c. Geheimer Kommerzienrat, *25.06.1845 zu Mettmann, +08.07.1923 zu München.
2 Heiraten:
∞  Clara Hoesch

∞  Emma Hoesch
Eltern: Martin Kirdorf und Amalie Dickens
Holzrelief im Direktionsbüro von Adolph Kirdorf
Link: Adolph Kirdorf in Wikipedia
Link: Das alte Direktionsbüro von Adolph Kirdorf beim Tag des Deutschen Denkmals 2013
Casinogesellschaft Aachen
Clara Hoesch
* 03.08.1853 ev Düren    + 13.06.1906 Raeren
[Wikipedia] Klara Hoesch, *1853, +1906, war eine Tochter des Dürener Papierfabrikanten Matthias Eberhard Ludolf Hoesch, einem Sohn von Ludolf Matthias Hoesch. Sie heiratete Adolph Kirdorf, mit dem sie einen Sohn bekam. 
[Hilgers] [Grabstein] auf dem Heißbergfriedhof in Burtscheid, Clara Kirdorf, geb. Hoesch, *03.08.1853 in Düren, +13.06.1906 zu Ravenhaus
Eltern: Ludolf Hoesch und Malwine Peill
Link: Ravenhaus in Raeren
[Wikipedia] Adolph Kirdorf war in erster Ehe verheiratet mit Klara Hoesch.  
3 Kinder
Max Kirdorf
* 04.06.1878 Aachen-Rothe Erde    + 07.06.1923 Burtscheid / Aachen
Beruf: Hütten-Ingenieur, Montanindustrieller 
[Wikipedia] Max Kirdorf, *1878, +1923, war ein Sohn von Adolph Kirdorf und Klara Hoesch. Er war wie sein Vater als Montanindustrieller tätig, verstarb aber im gleichen Jahr wie dieser. 
[Lüth] [AachenCasino] N°772, Max Kirdorf, Hütten-Ingenieur, *05.06.1878 in Rothe Erde bei Aachen, Sohn von Adolph Kirdorf und Klara Hoesch, war verheiratet mit Adele Caroline Luise Suermondt, Tochter von Carl Arthur Suermondt und Helene Schiedmayer. Er starb am 07.06.1923 in Burtscheid. 
[Hilgers] [Grabstein] auf dem Heißbergfriedhof in Burtscheid, Max Kirdorf, *04.06.1878(so!) zu Rothe Erde bei Aachen, +07.06.1923 zu Aachen
∞ Burtscheid / Aachen mit Adele Caroline Suermondt
Casinogesellschaft Aachen
Emmy Kirdorf
* 28.05.1879 Aachen-Rothe Erde    + 06.03.1962 Bonn
[Hilgers] [Grabstein] auf dem Heißbergfriedhof in Burtscheid, Emmy Hohmann, geb. Kirdorf, *28.05.1879 zu Rothe Erde bei Aachen, +06.03.1962 zu Bonn
mit Wilhelm Hohmann
1 Kind: Elisabeth
Adele Kirdorf
* 10.12.1885 Aachen-Rothe Erde    + 07.10.1965 Aachen
[Wikipedia] Adele Kirdorf, *1877, war eine Tochter von Adolph Kirdorf und Klara Hoesch. Sie heiratete zunächst Eduard Honigmann, den Sohn des Bergwerkbesitzers Friedrich Honigmann. In zweiter Ehe heiratete sie den General der Flieger Gustav Kastner-Kirdorf. 
[Hilgers] [Familienforschung] www.findagrave.com Adele Kirdorf, *1885(!), +1965, war die Mutter von Jürgen Kastner Kirdorf. Sieliegt auf dem Friedhof Heissberg in Aachen begraben. 
[Hilgers] [Grabstein] auf dem Heißbergfriedhof in Burtscheid, Adele Kirdorf, *10.12.1885 in Rothe Erde, +07.10.1965 in Aachen
mit Eduard Honigmann
1 Kind: Fritz Günther
mit Gustav Kastner
1 Kind: Jürgen
Adolph Kirdorf
* 25.06.1845 Mettmann    + 08.07.1923 München
Beruf: Montanindustrieller 
[Lüth] [AachenCasino] N°653 
[Wikipedia] Adolph Kirdorf, *25.06.1845 in Mettmann, †08.07. 1923 in München, war ein deutscher Montanindustrieller. Er war ein Sohn des Webers Martin Kirdorf und der Amalie Dickens und älterer Bruder des Industriellen Emil Kirdorf. Im Jahre 1875 berief man ihn zum kaufmännischen Leiter des Aachener Hütten-Aktien-Vereins Rothe Erde, um diesen nach der Gründerkrise und mehrfachem Besitzerwechsel neu aufzustellen und zu sanieren. Im Jahre 1904 gehörte Adolph Kirdorf zu den Mitbegründern des Stahlwerksverbandes in Düsseldorf, der zum Ziel hatte, die heterogene Produktion der eisenverarbeitenden Industrie in einem Wirtschaftskartell beziehungsweise Syndikat zusammenzuschließen und der infolgedessen zusammen mit dem oberschlesischen Stahlwerksverband die gesamte deutsche und luxemburgische Stahlindustrie beherrschte. Dieser vertrat somit unter anderem auch die Interessen des Aachener Hütten-Aktien-Vereins. Weiterhin ging Kirdorf zusammen mit dem Schalker Gruben- und Hüttenverein zum 1. Januar 1905 eine Interessengemeinschaft ein, die schließlich im Jahr 1907 in einer formalen Fusion unter dem Dach der Gelsenkirchener Bergwerks-AG mündete, wo sein Bruder Emil mittlerweile zum Generaldirektor aufgestiegen war. Im Jahre 1906 veranlasste Adolph Kirdorf die Angliederung der Eschweiler Drahtfabrik an den Aachener Hütten-Aktien-Verein, da diese in jenem Jahr durch ein Hochwasser der Inde schwer beschädigt worden war. Schließlich begann er im Jahr 1910 wiederum zusammen mit seinem Bruder noch die nach ihnen benannte Adolf-Emil-Hütte im luxemburgischen Esch-sur-Alzette zu errichten, um mit den lothringisch-luxemburgischen Erzvorräten weiter in der Stahlindustrie zu expandieren. Diese 1912 fertiggestellte Hütte galt als eine der modernsten Anlagen ihrer Zeit. Damit gehörte der Aachener Hütten-Aktien-Verein mit mittlerweile elf Hochöfen neben der einheimischen Arbed mit 15 Hochöfen und der Deutsch-Luxemburgischen Bergwerks- und Hütten-AG des Ruhrindustriellen Hugo Stinnes mit 9 Hochöfen nunmehr auch zu den bedeutendsten Unternehmen der Schwerindustrie in Luxemburg. Für seine Verdienste wurde Kirdorf zum Geheimen Kommerzienrat ernannt und im Jahr 1912 mit der Ehrendoktorwürde der RWTH Aachen geehrt. Adolph Kirdorf fand seine letzte Ruhestätte auf dem Heißbergfriedhof Burtscheid in Aachen. Adolph Kirdorf war in erster Ehe verheiratet mit Klara und anschließend mit Emma Hoesch, beides Töchter des Dürener Papierfabrikanten Matthias Eberhard Ludolf Hoesch, einem Sohn von Ludolf Matthias Hoesch. Mit Klara hatte er den Sohn Max, der ebenfalls als Montanindustrieller tätig war, aber im gleichen Jahr wie sein Vater und nur einen Monat zuvor verstarb, sowie zwei Töchter. Von diesen heiratete Adele zunächst Eduard Honigmann, Sohn des Bergwerkbesitzers Friedrich Honigmann und in zweiter Ehe den General der Flieger Gustav Kastner-Kirdorf. 
[Hilgers] [Grabstein] auf dem Heißbergfriedhof in Burtscheid, Adolph Kirdorf, Dr. Ing. h.c. Geheimer Kommerzienrat, *25.06.1845 zu Mettmann, +08.07.1923 zu München.
2 Heiraten:
∞  Clara Hoesch

∞  Emma Hoesch
Eltern: Martin Kirdorf und Amalie Dickens
Holzrelief im Direktionsbüro von Adolph Kirdorf
Link: Adolph Kirdorf in Wikipedia
Link: Das alte Direktionsbüro von Adolph Kirdorf beim Tag des Deutschen Denkmals 2013
Casinogesellschaft Aachen
Emma Hoesch
* 25.07.1856 ev Düren    + 14.12.1932 Aachen
[Wikipedia] Emma Hoesch, *1856, +1932, war eine Tochter des Dürener Papierfabrikanten Matthias Eberhard Ludolf Hoesch, einem Sohn von Ludolf Matthias Hoesch. Sie heiratete den Mann ihrer Schwester Klara, Adolph Kirdorf. 
[Hilgers] [Grabstein] auf dem Heißbergfriedhof in Burtscheid, Emma Kirdorf, geb. Hoesch, * 25.07.1856 in Düren, +14.12.1932 in Aachen
Eltern: Ludolf Hoesch und Malwine Peill
[Wikipedia] Adolph Kirdorf war in zweiter Ehe verheiratet mit Emma Hoesch.  

 
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