Familienbuch Euregio

Max Ernst
* 02.04.1891 rk Brühl    + 01.04.1976 Paris
Beruf: Maler, Grafiker und Bildhauer 
[Wikipedia] Maximilian Maria Ernst, *02.04.1891 in Brühl, +01.04.1976 in Paris, war ein bedeutender Maler, Grafiker und Bildhauer deutscher Herkunft. Er war das dritte von insgesamt neun Kindern des Taubstummenlehrers und Laienmalers Philipp Ernst und seiner Frau Luise Kopp. Seine erste Ausstellung hatte Max Ernst 1912 in der Galerie Feldmann in Köln. Von August 1914 bis November 1918 war Ernst im Ersten Weltkrieg in Frankreich und Polen im Einsatz. 1918 wurde er gegen seinen Willen zum Leutnant befördert. Am 7. Oktober 1918, kurz vor dem Ende des Kriegs, heiratete er in einer Kriegstrauung seine Studienfreundin, die promovierte Kunsthistorikerin Luise Straus, die Tochter des jüdischen Hutfabrikanten Jacob Straus, in Köln. Der gemeinsame Sohn Hans-Ulrich, der später unter dem Namen Jimmy Ernst in den USA als surrealistischer Maler bekannt wurde, kam 1920 zur Welt. Angeekelt von der „großen Schweinerei dieses blödsinnigen Krieges“, gründete Max Ernst 1919 mit dem selbst erfundenen Beinamen „minimax dadamax“ gemeinsam mit Johannes Theodor Baargeld, dem „Zentrodada“, und Hans Arp die Kölner Dada-Gruppe, an der seine Ehefrau Luise Straus-Ernst beteiligt war. Im August 1922 zog der Künstler nach einem zweiten Aufenthalt in Tarrenz endgültig nach Paris und verließ seine Familie. Nach der Scheidung im Jahr 1926 von Luise Straus-Ernst heiratete Ernst im folgenden Jahr die wesentlich jüngere Marie-Berthe Aurenche, die Schwester des Drehbuchautors Jean Aurenche. 1936 wurde auch diese Ehe geschieden. Unter dem NS-Regime in Deutschland wurden Max Ernsts Werke diffamiert, er selbst wurde geächtet und seine Kunst 1933 als „entartet“ eingestuft. Ernst wurde 1939 als „verfeindeter Deutscher“ in Frankreich zunächst im ehemaligen Gefängnis von Largentière, anschließend im Lager Les Milles interniert. Durch Vermittlung Éluards wurde er zu Weihnachten wieder freigelassen. Im darauffolgenden Jahr wurde er erneut inhaftiert, dieses Mal von der Gestapo, doch ihm gelang die Flucht. Ernst floh mit der Kunstsammlerin Peggy Guggenheim, die ihn finanziell unterstützte, 1941 über Spanien und Portugal in die USA. Im Dezember des Jahres heiratete das Paar in New York. Ernst lernte Ende 1942 die junge amerikanische Malerin Dorothea Tanning kennen und trennte sich daraufhin von Peggy Guggenheim. 1946 heiratete das Paar. Die Ehrenbürgerschaft, die Ernsts Geburtsstadt Brühl ihm im Jahr 1966 zum 75. Lebensjahr anbot, lehnte er nachtragend ab, da die Stadt sein geschenktes Bild Die Geburt der Komödie im Jahr 1951 für 800 Dollar verkauft hatte. Im Zusammenhang mit seiner Ablehnung machten ihm der Kölner Stadt-Anzeiger sowie private Bekannte den Vorwurf, er habe seine erste Frau, Luise Straus-Ernst, die Jüdin war und 1944 in Auschwitz ermordet wurde, retten können. Ernst habe es aber abgelehnt, sie ins amerikanische Exil mitzunehmen. Der Künstler bezog daraufhin im Stadtanzeiger mit einem Brief Stellung und stellte klar, dass seine erste Frau die ihr angebotene Wiederheirat abgelehnt habe, obwohl sie die Möglichkeit eröffnet hätte, sie mitzunehmen. Er starb einen Tag vor seinem 85. Geburtstag, am 1. April 1976 in Paris und wurde nach seiner Einäscherung im Kolumbarium des Friedhofs Père Lachaise begraben. 
[IGI] [Heiratsurkunde] seine Heirat 1946, Philippe Ernst, 55 Jahre alt (*1891R), Sohn von Philippe Ernst und Louise Kopp
4 Heiraten:
∞  Louise Straus

∞  Marie-Berthe Aurenche

∞  Peggy Guggenheim

∞  Dorothea Tanning
Eltern: Philipp Ernst und Luise Kopp
Link: Max Ernst in Wikipedia
Link: Dadaismus
Louise Straus
* 02.12.1893 jd Köln    + 1944 Auschwitz
Lou Ernst-Straus 
Beruf: Kunsthistorikerin, Journalistin und Künstlerin 
[Wikipedia] Louise Straus, *02.12.1893 in Köln, †1944 in Auschwitz, war eine deutsche Kunsthistorikerin, Journalistin und Künstlerin. Straus wurde 1893 als Tochter eines Hutfabrikanten in Köln geboren und wuchs in einem liberalen jüdischen Milieu auf. Noch während des Ersten Weltkrieges heiratete sie 1918 in einer Kriegstrauung gegen den erbitterten Widerstand ihrer Familie und der streng katholischen Familie Ernst den ehemaligen Studienkollegen und Leutnant Max Ernst. Das ungleiche Paar bekam 1920 einen Sohn, Hans-Ulrich, der später unter dem Namen Jimmy Ernst in den USA als Maler des abstrakten Expressionismus bekannt wurde. Die Wohnung der Ernsts am Kaiser-Wilhelm-Ring wurde zum Kraftzentrum einer unangepassten neuen Kunstbewegung, der Dada Köln. Max Ernst übersiedelte nach Paris, um sich dem Surrealismus anzuschließen und privat mit seinem Freund Paul Éluard und dessen Ehefrau Gala in einer Ménage à Trois zu leben. 1926 wurde die Ehe der Ernsts endgültig geschieden. Lou Ernst-Straus, wie sie sich selbst meistens nannte, brachte sich, den Sohn und das langjährige Kindermädchen Maja Aretz als Buchhalterin und Sekretärin, Akkordarbeiterin in einer Bindfadenfabrik und durch finanzielle Zuwendungen ihres Vater durch. Nach Angaben ihres Sohnes soll sie selbst einige Reden für Adenauer als Ghostwriter verfasst haben. Als dieser 1933 von den Nationalsozialisten abgesetzt wurde, verließ sie ohne ihren Sohn im Mai 1933 Köln und flüchtete nach Paris. Vergeblich wartete Straus auf das versprochene Ausreisevisum vom amerikanischen Konsulat in Marseille und wurde jahrelang vertröstet, trotz Interventionen an höchster Stelle bei Eleanor Roosevelt durch ihren Sohn. 1943 oder Anfang 1944 wurde sie, noch bevor die amerikanischen Invasionstruppen das Mittelmeer erreichten, unter nie ganz geklärten Umständen in das riesige Sammellager für französische Juden in Drancy bei Paris verschleppt. Am 30. Juni 1944 erfolgte die Deportation mit dem vorletzten Zug von Frankreich nach Auschwitz, wo sich ihre Spur verliert. 
[LVR] Luise Straus, *1893, +1944, war die Tochter des jüdischen Fabrikanten Jacob Straus und seiner Ehefrau Charlotte Meyer. 
Opfer der Shoa
Eltern: Jacob Straus und Charlotte Meyer
Link: Louise Straus-Ernst in Wikipedia
Link: Dadaismus
Link: Luise Straus in Rheinische Geschichte
  1918
[Wikipedia] Heirat 1918 zwischen Max Ernst und Louise Straus.  
Max Ernst
* 02.04.1891 rk Brühl    + 01.04.1976 Paris
Beruf: Maler, Grafiker und Bildhauer 
[Wikipedia] Maximilian Maria Ernst, *02.04.1891 in Brühl, +01.04.1976 in Paris, war ein bedeutender Maler, Grafiker und Bildhauer deutscher Herkunft. Er war das dritte von insgesamt neun Kindern des Taubstummenlehrers und Laienmalers Philipp Ernst und seiner Frau Luise Kopp. Seine erste Ausstellung hatte Max Ernst 1912 in der Galerie Feldmann in Köln. Von August 1914 bis November 1918 war Ernst im Ersten Weltkrieg in Frankreich und Polen im Einsatz. 1918 wurde er gegen seinen Willen zum Leutnant befördert. Am 7. Oktober 1918, kurz vor dem Ende des Kriegs, heiratete er in einer Kriegstrauung seine Studienfreundin, die promovierte Kunsthistorikerin Luise Straus, die Tochter des jüdischen Hutfabrikanten Jacob Straus, in Köln. Der gemeinsame Sohn Hans-Ulrich, der später unter dem Namen Jimmy Ernst in den USA als surrealistischer Maler bekannt wurde, kam 1920 zur Welt. Angeekelt von der „großen Schweinerei dieses blödsinnigen Krieges“, gründete Max Ernst 1919 mit dem selbst erfundenen Beinamen „minimax dadamax“ gemeinsam mit Johannes Theodor Baargeld, dem „Zentrodada“, und Hans Arp die Kölner Dada-Gruppe, an der seine Ehefrau Luise Straus-Ernst beteiligt war. Im August 1922 zog der Künstler nach einem zweiten Aufenthalt in Tarrenz endgültig nach Paris und verließ seine Familie. Nach der Scheidung im Jahr 1926 von Luise Straus-Ernst heiratete Ernst im folgenden Jahr die wesentlich jüngere Marie-Berthe Aurenche, die Schwester des Drehbuchautors Jean Aurenche. 1936 wurde auch diese Ehe geschieden. Unter dem NS-Regime in Deutschland wurden Max Ernsts Werke diffamiert, er selbst wurde geächtet und seine Kunst 1933 als „entartet“ eingestuft. Ernst wurde 1939 als „verfeindeter Deutscher“ in Frankreich zunächst im ehemaligen Gefängnis von Largentière, anschließend im Lager Les Milles interniert. Durch Vermittlung Éluards wurde er zu Weihnachten wieder freigelassen. Im darauffolgenden Jahr wurde er erneut inhaftiert, dieses Mal von der Gestapo, doch ihm gelang die Flucht. Ernst floh mit der Kunstsammlerin Peggy Guggenheim, die ihn finanziell unterstützte, 1941 über Spanien und Portugal in die USA. Im Dezember des Jahres heiratete das Paar in New York. Ernst lernte Ende 1942 die junge amerikanische Malerin Dorothea Tanning kennen und trennte sich daraufhin von Peggy Guggenheim. 1946 heiratete das Paar. Die Ehrenbürgerschaft, die Ernsts Geburtsstadt Brühl ihm im Jahr 1966 zum 75. Lebensjahr anbot, lehnte er nachtragend ab, da die Stadt sein geschenktes Bild Die Geburt der Komödie im Jahr 1951 für 800 Dollar verkauft hatte. Im Zusammenhang mit seiner Ablehnung machten ihm der Kölner Stadt-Anzeiger sowie private Bekannte den Vorwurf, er habe seine erste Frau, Luise Straus-Ernst, die Jüdin war und 1944 in Auschwitz ermordet wurde, retten können. Ernst habe es aber abgelehnt, sie ins amerikanische Exil mitzunehmen. Der Künstler bezog daraufhin im Stadtanzeiger mit einem Brief Stellung und stellte klar, dass seine erste Frau die ihr angebotene Wiederheirat abgelehnt habe, obwohl sie die Möglichkeit eröffnet hätte, sie mitzunehmen. Er starb einen Tag vor seinem 85. Geburtstag, am 1. April 1976 in Paris und wurde nach seiner Einäscherung im Kolumbarium des Friedhofs Père Lachaise begraben. 
[IGI] [Heiratsurkunde] seine Heirat 1946, Philippe Ernst, 55 Jahre alt (*1891R), Sohn von Philippe Ernst und Louise Kopp
4 Heiraten:
∞  Louise Straus

∞  Marie-Berthe Aurenche

∞  Peggy Guggenheim

∞  Dorothea Tanning
Eltern: Philipp Ernst und Luise Kopp
Link: Max Ernst in Wikipedia
Link: Dadaismus
Marie-Berthe Aurenche
* 1906 rk     + 1960 Paris
Beruf: Malerin 
[Wikipedia] Marie-Berthe Aurenche, *1906, †1960 in Paris, war eine französische Malerin und die jüngere Schwester des Filmregisseurs Jean Aurenche. Im Jahr 1927 heiratete sie nach einer kurzen abenteuerlichen Affäre in Paris den surrealistischen Künstler Max Ernst. Dieser verließ seine Frau jedoch im Jahr 1936. Im Jahr 1940 lernte Marie-Berthe Aurenche den Maler jüdischer Abstammung, Chaim Soutine, kennen und wurde seine Lebensgefährtin. Während der Besetzung Frankreichs durch die Nationalsozialisten flüchtete das Paar im Sommer 1941 aus Paris und zog in ein Bauernhaus an der Loire in Champigny-sur-Vuede bei Chinon. Nach dem Ableben von Soutine am 9. August 1943 verkaufte sie einige seiner Gemälde, um ihm einen Grabstein auf dem Cimetière Montparnasse in Paris zu finanzieren. 1960 beging Marie-Berthe Suizid.
Link: Marie-Berthe Aurenche in Wikipedia
  1927 Paris
[Wikipedia] Heirat 1927 in Paris zwischen Max Ernst und Marie-Berthe Aurenche.  
Max Ernst
* 02.04.1891 rk Brühl    + 01.04.1976 Paris
Beruf: Maler, Grafiker und Bildhauer 
[Wikipedia] Maximilian Maria Ernst, *02.04.1891 in Brühl, +01.04.1976 in Paris, war ein bedeutender Maler, Grafiker und Bildhauer deutscher Herkunft. Er war das dritte von insgesamt neun Kindern des Taubstummenlehrers und Laienmalers Philipp Ernst und seiner Frau Luise Kopp. Seine erste Ausstellung hatte Max Ernst 1912 in der Galerie Feldmann in Köln. Von August 1914 bis November 1918 war Ernst im Ersten Weltkrieg in Frankreich und Polen im Einsatz. 1918 wurde er gegen seinen Willen zum Leutnant befördert. Am 7. Oktober 1918, kurz vor dem Ende des Kriegs, heiratete er in einer Kriegstrauung seine Studienfreundin, die promovierte Kunsthistorikerin Luise Straus, die Tochter des jüdischen Hutfabrikanten Jacob Straus, in Köln. Der gemeinsame Sohn Hans-Ulrich, der später unter dem Namen Jimmy Ernst in den USA als surrealistischer Maler bekannt wurde, kam 1920 zur Welt. Angeekelt von der „großen Schweinerei dieses blödsinnigen Krieges“, gründete Max Ernst 1919 mit dem selbst erfundenen Beinamen „minimax dadamax“ gemeinsam mit Johannes Theodor Baargeld, dem „Zentrodada“, und Hans Arp die Kölner Dada-Gruppe, an der seine Ehefrau Luise Straus-Ernst beteiligt war. Im August 1922 zog der Künstler nach einem zweiten Aufenthalt in Tarrenz endgültig nach Paris und verließ seine Familie. Nach der Scheidung im Jahr 1926 von Luise Straus-Ernst heiratete Ernst im folgenden Jahr die wesentlich jüngere Marie-Berthe Aurenche, die Schwester des Drehbuchautors Jean Aurenche. 1936 wurde auch diese Ehe geschieden. Unter dem NS-Regime in Deutschland wurden Max Ernsts Werke diffamiert, er selbst wurde geächtet und seine Kunst 1933 als „entartet“ eingestuft. Ernst wurde 1939 als „verfeindeter Deutscher“ in Frankreich zunächst im ehemaligen Gefängnis von Largentière, anschließend im Lager Les Milles interniert. Durch Vermittlung Éluards wurde er zu Weihnachten wieder freigelassen. Im darauffolgenden Jahr wurde er erneut inhaftiert, dieses Mal von der Gestapo, doch ihm gelang die Flucht. Ernst floh mit der Kunstsammlerin Peggy Guggenheim, die ihn finanziell unterstützte, 1941 über Spanien und Portugal in die USA. Im Dezember des Jahres heiratete das Paar in New York. Ernst lernte Ende 1942 die junge amerikanische Malerin Dorothea Tanning kennen und trennte sich daraufhin von Peggy Guggenheim. 1946 heiratete das Paar. Die Ehrenbürgerschaft, die Ernsts Geburtsstadt Brühl ihm im Jahr 1966 zum 75. Lebensjahr anbot, lehnte er nachtragend ab, da die Stadt sein geschenktes Bild Die Geburt der Komödie im Jahr 1951 für 800 Dollar verkauft hatte. Im Zusammenhang mit seiner Ablehnung machten ihm der Kölner Stadt-Anzeiger sowie private Bekannte den Vorwurf, er habe seine erste Frau, Luise Straus-Ernst, die Jüdin war und 1944 in Auschwitz ermordet wurde, retten können. Ernst habe es aber abgelehnt, sie ins amerikanische Exil mitzunehmen. Der Künstler bezog daraufhin im Stadtanzeiger mit einem Brief Stellung und stellte klar, dass seine erste Frau die ihr angebotene Wiederheirat abgelehnt habe, obwohl sie die Möglichkeit eröffnet hätte, sie mitzunehmen. Er starb einen Tag vor seinem 85. Geburtstag, am 1. April 1976 in Paris und wurde nach seiner Einäscherung im Kolumbarium des Friedhofs Père Lachaise begraben. 
[IGI] [Heiratsurkunde] seine Heirat 1946, Philippe Ernst, 55 Jahre alt (*1891R), Sohn von Philippe Ernst und Louise Kopp
4 Heiraten:
∞  Louise Straus

∞  Marie-Berthe Aurenche

∞  Peggy Guggenheim

∞  Dorothea Tanning
Eltern: Philipp Ernst und Luise Kopp
Link: Max Ernst in Wikipedia
Link: Dadaismus
Peggy Guggenheim
* 26.08.1898 jd New York    + 23.12.1979 Camposampiero
Marguerite Guggenheim 
Beruf: Galeristin 
[Wikipedia] Peggy Guggenheim, eigentlich Marguerite Guggenheim, *26.08.1898 in New York †23.12.1979 in Camposampiero bei Padua, Italien, war als Autodidaktin eine amerikanische Kunstmäzenin, Sammlerin und Galeristin der Kunst des 20. Jahrhunderts. Sie war eine von drei Töchtern des New Yorker Geschäftsmanns Benjamin Guggenheim und dessen Frau Florette Seligman. Ihr Vater entstammte einer der wohlhabendsten Industriellenfamilien Amerikas. Er kam 1912 beim Untergang der Titanic ums Leben. Als Peggy Guggenheim im August 1919 volljährig wurde, erhielt sie ein Erbe von 450.000 Dollar, das sie von ihrer Familie unabhängig machte. Im Jahr 1921 zog Guggenheim nach Paris, genoss das Leben der Bohème und lernte viele Künstler und Schriftsteller kennen, mit denen sie Freundschaft schloss. 1922 heiratete sie den französischen Maler und Bildhauer Laurence Vail. Nach acht Jahren wurde die Ehe geschieden. Guggenheim begann sich mit zeitgenössischer Kunst zu beschäftigen und kaufte Werke der Avantgarde. Sie eröffnete ihre Galerie Guggenheim Jeune in London, die am 24. Januar 1938 mit einer Jean-Cocteau-Ausstellung stattfand. Im Jahr 1939 schloss sie die Galerie wieder, da diese trotz großer Medienaufmerksamkeit, die ihre Ausstellungen begleitete, keinen Gewinn abwarf. Guggenheim kehrte nach Paris zurück. Dort kaufte sie den Grundstock ihrer Sammlung moderner Kunst. Der amerikanische Journalist Varian Fry leitete in Marseille ein Hilfskomitee, das Emergency Rescue Committee, um Flüchtlingen die Ausreise aus dem Vichy-Regime Frankreichs zu ermöglichen. Guggenheim unterstützte das Komitee im Dezember 1940 mit einer Summe von 500.000 Franc. Auch sie musste mit ihrer Sammlung Frankreich verlassen und flog im Juli 1941 mit Max Ernst, mit dem sie befreundet war, von Estoril nach New York. Ihre Kunstsammlung hatte sie gesondert verschickt. Im Dezember 1941, kurz nach Weihnachten, fand die Heirat mit Max Ernst statt. Die Ehe wurde 1946 wieder geschieden. Peggy Guggenheim verstarb 1979. Ihr Grab befindet sich auf dem Gelände des Museumgartens in Venedig.
2 Heiraten:
∞  Laurence Vail

∞  Max Ernst
Eltern: Benjamin Guggenheim und Florette Seligman
Link: Peggy Guggenheim in Wikipedia
1 Seite in der Fotogalerie
Max Ernst
* 02.04.1891 rk Brühl    + 01.04.1976 Paris
Beruf: Maler, Grafiker und Bildhauer 
[Wikipedia] Maximilian Maria Ernst, *02.04.1891 in Brühl, +01.04.1976 in Paris, war ein bedeutender Maler, Grafiker und Bildhauer deutscher Herkunft. Er war das dritte von insgesamt neun Kindern des Taubstummenlehrers und Laienmalers Philipp Ernst und seiner Frau Luise Kopp. Seine erste Ausstellung hatte Max Ernst 1912 in der Galerie Feldmann in Köln. Von August 1914 bis November 1918 war Ernst im Ersten Weltkrieg in Frankreich und Polen im Einsatz. 1918 wurde er gegen seinen Willen zum Leutnant befördert. Am 7. Oktober 1918, kurz vor dem Ende des Kriegs, heiratete er in einer Kriegstrauung seine Studienfreundin, die promovierte Kunsthistorikerin Luise Straus, die Tochter des jüdischen Hutfabrikanten Jacob Straus, in Köln. Der gemeinsame Sohn Hans-Ulrich, der später unter dem Namen Jimmy Ernst in den USA als surrealistischer Maler bekannt wurde, kam 1920 zur Welt. Angeekelt von der „großen Schweinerei dieses blödsinnigen Krieges“, gründete Max Ernst 1919 mit dem selbst erfundenen Beinamen „minimax dadamax“ gemeinsam mit Johannes Theodor Baargeld, dem „Zentrodada“, und Hans Arp die Kölner Dada-Gruppe, an der seine Ehefrau Luise Straus-Ernst beteiligt war. Im August 1922 zog der Künstler nach einem zweiten Aufenthalt in Tarrenz endgültig nach Paris und verließ seine Familie. Nach der Scheidung im Jahr 1926 von Luise Straus-Ernst heiratete Ernst im folgenden Jahr die wesentlich jüngere Marie-Berthe Aurenche, die Schwester des Drehbuchautors Jean Aurenche. 1936 wurde auch diese Ehe geschieden. Unter dem NS-Regime in Deutschland wurden Max Ernsts Werke diffamiert, er selbst wurde geächtet und seine Kunst 1933 als „entartet“ eingestuft. Ernst wurde 1939 als „verfeindeter Deutscher“ in Frankreich zunächst im ehemaligen Gefängnis von Largentière, anschließend im Lager Les Milles interniert. Durch Vermittlung Éluards wurde er zu Weihnachten wieder freigelassen. Im darauffolgenden Jahr wurde er erneut inhaftiert, dieses Mal von der Gestapo, doch ihm gelang die Flucht. Ernst floh mit der Kunstsammlerin Peggy Guggenheim, die ihn finanziell unterstützte, 1941 über Spanien und Portugal in die USA. Im Dezember des Jahres heiratete das Paar in New York. Ernst lernte Ende 1942 die junge amerikanische Malerin Dorothea Tanning kennen und trennte sich daraufhin von Peggy Guggenheim. 1946 heiratete das Paar. Die Ehrenbürgerschaft, die Ernsts Geburtsstadt Brühl ihm im Jahr 1966 zum 75. Lebensjahr anbot, lehnte er nachtragend ab, da die Stadt sein geschenktes Bild Die Geburt der Komödie im Jahr 1951 für 800 Dollar verkauft hatte. Im Zusammenhang mit seiner Ablehnung machten ihm der Kölner Stadt-Anzeiger sowie private Bekannte den Vorwurf, er habe seine erste Frau, Luise Straus-Ernst, die Jüdin war und 1944 in Auschwitz ermordet wurde, retten können. Ernst habe es aber abgelehnt, sie ins amerikanische Exil mitzunehmen. Der Künstler bezog daraufhin im Stadtanzeiger mit einem Brief Stellung und stellte klar, dass seine erste Frau die ihr angebotene Wiederheirat abgelehnt habe, obwohl sie die Möglichkeit eröffnet hätte, sie mitzunehmen. Er starb einen Tag vor seinem 85. Geburtstag, am 1. April 1976 in Paris und wurde nach seiner Einäscherung im Kolumbarium des Friedhofs Père Lachaise begraben. 
[IGI] [Heiratsurkunde] seine Heirat 1946, Philippe Ernst, 55 Jahre alt (*1891R), Sohn von Philippe Ernst und Louise Kopp
4 Heiraten:
∞  Louise Straus

∞  Marie-Berthe Aurenche

∞  Peggy Guggenheim

∞  Dorothea Tanning
Eltern: Philipp Ernst und Luise Kopp
Link: Max Ernst in Wikipedia
Link: Dadaismus
Dorothea Tanning
* 25.08.1910 rk Galesburg / Illinois    + 31.01.2012 New York
Beruf: Malerin, Bildhauerin und Schriftstellerin 
[IGI] [Heiratsurkunde] ihre Heirat 1946, Dorothea Margaret Tanning, 33 Jahre alt (*1913R!), Tochter von Andrew Peter Tanning und Amanda Marie Hansen 
[Wikipedia] Dorothea Tanning, *25.08.1910 in Galesburg, Illinois, †31.01.2012 in New York City, war eine amerikanische Malerin, Bildhauerin und Schriftstellerin. 1946 heiratete sie Max Ernst, den sie durch eine Ausstellung bei dessen Frau Peggy Guggenheim kennenlernte. Dorothea Tanning starb im Alter von 101 Jahren. 
Eltern: Andreas Peter Tanning und Amanda Maria Hansen
Link: Dorothea Tanning in Wikipedia
Laurence Vail
* 28.01.1891 Paris    + 16.04.1968 Cannes
Beruf: Dichter, Bildhauer und Maler 
[Wikipedia] Laurence Vail, *28.01.1891 in Paris, †16.04.1968 in Cannes, war ein französischer Dichter, Bildhauer und Maler des Dadaismus. Er war der Sohn des Malers Eugène Lawrence Vail und einer französischen Mutter. In erster Ehe war er verheiratet mit der Mäzenin und Gründerin einer musealen Institution, Marguerite Peggy Guggenheim. Aus der gemeinsamen Verbindung gingen zwei Kinder, Michael Sindbad und Pegeen, hervor. Nach zehn Jahren Ehe ließen sich die beiden scheiden und er heiratete darauf die Schriftstellerin und Journalistin Kay Boyle, mit der er seit 1929 zusammenlebte. Aus der Ehe gingen drei Töchter hervor. 
Eltern: Eugène Lawrence Vail und NN NN
2 Heiraten
Link: Laurence Vail in Wikipedia
Peggy Guggenheim
* 26.08.1898 jd New York    + 23.12.1979 Camposampiero
Marguerite Guggenheim 
Beruf: Galeristin 
[Wikipedia] Peggy Guggenheim, eigentlich Marguerite Guggenheim, *26.08.1898 in New York †23.12.1979 in Camposampiero bei Padua, Italien, war als Autodidaktin eine amerikanische Kunstmäzenin, Sammlerin und Galeristin der Kunst des 20. Jahrhunderts. Sie war eine von drei Töchtern des New Yorker Geschäftsmanns Benjamin Guggenheim und dessen Frau Florette Seligman. Ihr Vater entstammte einer der wohlhabendsten Industriellenfamilien Amerikas. Er kam 1912 beim Untergang der Titanic ums Leben. Als Peggy Guggenheim im August 1919 volljährig wurde, erhielt sie ein Erbe von 450.000 Dollar, das sie von ihrer Familie unabhängig machte. Im Jahr 1921 zog Guggenheim nach Paris, genoss das Leben der Bohème und lernte viele Künstler und Schriftsteller kennen, mit denen sie Freundschaft schloss. 1922 heiratete sie den französischen Maler und Bildhauer Laurence Vail. Nach acht Jahren wurde die Ehe geschieden. Guggenheim begann sich mit zeitgenössischer Kunst zu beschäftigen und kaufte Werke der Avantgarde. Sie eröffnete ihre Galerie Guggenheim Jeune in London, die am 24. Januar 1938 mit einer Jean-Cocteau-Ausstellung stattfand. Im Jahr 1939 schloss sie die Galerie wieder, da diese trotz großer Medienaufmerksamkeit, die ihre Ausstellungen begleitete, keinen Gewinn abwarf. Guggenheim kehrte nach Paris zurück. Dort kaufte sie den Grundstock ihrer Sammlung moderner Kunst. Der amerikanische Journalist Varian Fry leitete in Marseille ein Hilfskomitee, das Emergency Rescue Committee, um Flüchtlingen die Ausreise aus dem Vichy-Regime Frankreichs zu ermöglichen. Guggenheim unterstützte das Komitee im Dezember 1940 mit einer Summe von 500.000 Franc. Auch sie musste mit ihrer Sammlung Frankreich verlassen und flog im Juli 1941 mit Max Ernst, mit dem sie befreundet war, von Estoril nach New York. Ihre Kunstsammlung hatte sie gesondert verschickt. Im Dezember 1941, kurz nach Weihnachten, fand die Heirat mit Max Ernst statt. Die Ehe wurde 1946 wieder geschieden. Peggy Guggenheim verstarb 1979. Ihr Grab befindet sich auf dem Gelände des Museumgartens in Venedig.
2 Heiraten:
∞  Laurence Vail

∞  Max Ernst
Eltern: Benjamin Guggenheim und Florette Seligman
Link: Peggy Guggenheim in Wikipedia
1 Seite in der Fotogalerie
  1922
[Wikipedia] Heirat 1922 zwischen Laurence Vail und Peggy Guggenheim.  

 
Permanent-Link zu dieser Seite:
http://familienbuch-euregio.de/genius?person=299548
 
Nach oben