Familienbuch Euregio

Johann von Werth
* 1591 Büttgen    + 12.09.1652 Benatek
Jan von Werth 
[Lüth] [Wikipedia] Johann Graf von Werth, genannt Jan von Werth und auch Jean de Werth, *1591 in Büttgen, +12.09.1652 auf Schloss Benatek, stammte aus einfachen Verhältnissen und wurde einer der bekanntesten deutschen Reitergeneräle im Dreißigjährigen Krieg, den er von der Schlacht am Weißen Berg 1620 bis zur Schlacht bei Dachau 1648 miterlebt und seit den 1630er Jahren als Heerführer, zunächst auf spanischer bzw. kurkölnischer, dann auf bayerischer, zuletzt auf kaiserlicher Seite auch bedeutend mitgeprägt hat. 
Über den Geburtsort Johann von Werths besteht keine Einigkeit. Außer Büttgen beanspruchen noch die Gemeinden Linnich, Kleinenbroich und Puffendorf, der Geburtsort von Johann von Werth zu sein. In der Mehrheit der Quellen wird von Büttgen als dem Geburtsort ausgegangen. Seine Eltern waren der Bauer Johann von Wirdt († 1606) und dessen Frau Elisabeth Streithoven. Er war der älteste Sohn und hatte noch acht Geschwister 
Er war dreimal verheiratet, zuerst mit Gertrud von Genth zu Cönen, ab 1637 mit der Gräfin Isabella von Spaur und ab 1648 mit der noch minderjährigen Gräfin Susanna Maria von Kuefstein, die die Verbindung nur im Gehorsam gegenüber ihrem Vater Johann Ludwig von Kuefstein einging. Aus der ersten und zweiten Ehe entsprangen drei Söhne, die jedoch alle in jungen Jahren vor dem Tod des Vaters verstarben, sowie die Tochter Lambertina Irmgardis. 
In Köln und dem Umland erzählt man sich folgende Sage aus dem Leben des Johann von Werth: Jan war ein armer Knecht, der sich in die Magd Griet verliebt hatte. Da sich Griet aber eine bessere Partie als den armen Knecht Jan vorstellen konnte, lehnte sie sein Werben und seinen Heiratsantrag ab. Jan, von der Ablehnung schwer getroffen, ließ sich von einem Werber, der gerade im Ort war, für die Armee anwerben und zog in den Krieg. Da Jan ein tüchtiger Soldat und das Glück ihm hold war, konnte er bis zum General aufsteigen und mehrere Siege erringen. Nach dem Sieg über die Feste Hermannstein zog er im Triumphzug durch das Severinstor mit seinen Truppen in Köln ein. Dabei entdeckte er auf dem Markt seine einstige große Liebe Griet, die dort an einem Bauernstand Obst feilbot. Er lenkte sein Pferd auf ihren Stand zu, stieg ab, zog seinen Hut und sagte zu ihr: „Griet, wer et hätt jedonn!“ (Griet, wer es getan hätte!). Und sie antwortete ihm: „Jan, wer et hätt jewoss!“ (Jan, wer konnte das wissen!). Er stieg daraufhin wieder auf sein Pferd und ritt davon. 
Abweichend: [Lüth] [Raitz] S.34, Das adlige Geschlecht von Werth stammt ursprünglich aus Ostfriesland. Die Eltern des berühmten Generals Johann von Werth waren Johann von Werth und Elisabeth von Streithagen. Ob Jan von Werth in Friesland oder am Rhein geboren wurde, ist ungewiss. Dass er die Jugendjahre in Büttgen erlebte, geht aus seinem Testament hervor, in dem er "der in dem herzogthum Gülich liegender Kirch zu Büttgen, allwohe Ich erzogen Und Vonn Jugendt auff den Meistentheil gewohnet", tausend Reichstaler vermachte. 
oo 2.) 1637 mit Isabella von Spaur 
oo 3.) 1648 mit Susanna Maria von Kuefstein 
Eltern: Johann von Wirdt und Elisabeth Streithoven
Link: Wikipedia: Johann von Werth
Link: Wikipedia: Schloss Benatek
Link: Jan und Griet - eine Liebesgeschichte aus Köln
Link: Reiter-Korps "Jan von Werth"
Gertrud von Genth zu Cönen
2 Kinder
Lambertina Irmgard von Werth
[Lüth] [Raitz] S.32, Lambertina Irmgardis von Werth, Tochter des Generals Jan van Werth und der Gertrudis von Genth zu Coenen, war verheiratet mit Winand Hieronymus Raitz von Frentz, Stammherr zu Schlenderhan, Sohn von Arnold Raitz von Frentz zu Schlenderhan und Elisabeth von Wambach.
∞ 1647 mit Winand Hieronymus Raitz von Frentz
16 Kinder: Maria Dorothea, Johann Wilhelm, Arnold Heinrich, Maria Henrica, Franz Winand, Theodor Adolph, Philipp Wilhelm, Anna Elisabeth, Maria Lambertina, Franz Winand, Johann Ferdinand, Franz Ernst, Johann Arnold, Johann Friedrich, Sophia Maria, Arnold Wolfgang
Anton von Werth
[Lüth] [Raitz] S.43, Anton von Werth, Sohn von Johann van Werth und Gertrudis von Genth zu Coenen, starb vor seinem Vater.

 
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