Familienbuch Euregio

Fredy Hirsch
* 11.02.1916 jd Aachen    + 08.03.1944 Auschwitz
[Geburtsurkunde] Alfred Hirsch, *11.2.1916 Aachen, Sohn von Heinrich Hirsch, Metzgermeister, und Olga Heinemann, Anzeigende: Magdalena Repgen, geborene Pohl, Wärterin, wohnhaft in Euskirchen 
[Familienanzeige] Statt Karten, Zweiter Kriegsjunge angekommen. Heinrich Hirsch u. Olga geb. Heinemann, Aachen, den 11. Februar 1916, Neupforte 13, Anmerkung: [KämperDirk] Der unverkennbare Stolz in so schweren Zeiten zwei Söhne in die Welt gesetzt zu haben, ist dem Vater offensichtlich wichtiger, als den Namen des Neugeborenen zu nennen. 
[Wikipedia] Fredy Hirsch, geboren als Alfred Hirsch, * 11.2.1916 in Aachen. umgekommen 8.3.1944 im KZ Auschwitz-Birkenau, war ein deutscher Funktionär des Jüdischen Pfadfinderbundes und jüdischer Häftling im Vernichtungs- und Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau, der sich dort für die Erziehung und das Überleben von tschechischen jüdischen Kindern aus dem Ghetto Theresienstadt einsetzte. Fredy Hirsch, Sohn des Metzgers und Lebensmittelgroßhändlers Heinrich Hirsch (* in Aachen) und seiner Frau Olga geborene Heinemann (* in Grevenbroich), wuchs in Aachen auf. 1926 starb sein Vater nach langer Krankheit. Zusammen mit dem älteren Bruder Paul beteiligte sich Fredy Hirsch in der jüdischen Pfadfinderbewegung. Ab 1933 leitete er den Jüdischen Pfadfinderbund Deutschland in Düsseldorf. Alfred Hirsch verließ 1934 Düsseldorf und zog nach Frankfurt am Main und von dort im November 1935 ins Exil in die Tschechoslowakei. Am 24. November 1941 wurde er aus Prag mit 324 jüdischen Männern, dem sogenannten Aufbaukommando, nach Terezín (deutsch Theresienstadt) deportiert. In Theresienstadt engagierte sich Hirsch in der Jugendfürsorge für die gefangenen jüdischen Kinder und bekleidete dort eine leitende Funktion. Hirsch organisierte unter anderem Sport- und Kulturveranstaltungen für die gefangenen Kinder. Von dort wurde er am 6.9.1943 in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert, wo er sich in dem sogenannten Familienlager für bessere Lebensbedingungen für die Kinder einsetze. Er wurde am 8.3.1944 dort tot aufgefunden. Nach Diagnose eines Häftlingsarztes hatte er sich offensichtlich durch eine Überdosis Barbiturate das Leben genommen. Nach Recherchen des Journalisten Dirk Kämper bestehen allerdings inzwischen erhebliche Zweifel an der Selbstmordthese. 
[KämperDirk] Fredy Hirsch wächst in Aachen in der Richardstraße 7 auf. Die Synagoge in der Promenadenstraße ist zehn Minuten Fußweg von der Wohnung entfernt. Das Gelände der Synagoge wird sehr früh zum Lebensmittelpunkt von Paul und Fredy Hirsch. Neben der Synagoge befinden sich die Israelitsche Volksschule als auch die Räume, in denen sich der Jüdische jugendverein trifft, den Fredy und sein Bruder bald regelmäßig besuchen werden. 
[Zeitung] Aufbau 4.10.1946, Suchen Fredi Hirsch aus aachen, war Sportlehrer u. Dezernent der Jüd. Jugend. Letzte Nachricht aus Theresienstadt. - Mitteilungen an: 'Aufbau', c/o Paul Brunell, 5432 Kimbark Ave, Chikago 15 ...
Eltern: Heinrich Hirsch und Olga Heinemann
Suchanzeige Fredi Hirsch 1946
Link: Wikipedia - Fredy Hirsch

 
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