Familienbuch Euregio

Otto Modersohn
* 22.02.1865 ev Soest    + 10.03.1943 Rotenburg / Wümme
Beruf: Landschaftsmaler 
[MLepper] [DeutscheBiographie] Otto Modersohn, * 22.02.1865 Soest, + 10.03.1943 Rotenburg / Wümme, ev, Maler, Sohn von Wilhelm Modersohn und Luise Heidebrink. 
[Wikipedia] Friedrich Wilhelm Otto Modersohn (* 22.02.1865 in Soest, Westfalen; + 10.03.1943 in Rotenburg, Wümme) war ein deutscher Landschaftsmaler. - Bekannt wurde Otto Modersohn als Mitbegründer der Künstlerkolonie Worpswede. Er hinterließ ein umfangreiches malerisches und zeichnerisches Werk, welches in der Tradition der französischen Freilichtmalerei des 19. Jahrhunderts steht, der Schule von Barbizon. Bereits früh revoltierte Modersohn gegen den Akademismus und entwickelte sich zu einem unabhängigen Einzelgänger, der seine künstlerischen Ziele mit den Begriffen Einfachheit, Intimität und Innerlichkeit definierte und seine kreative Kraft aus der geistigen Versenkung in die Natur schöpfte. 1884 begann er das Kunststudium an der Kunstakademie Düsseldorf. 1888 wechselte er zur Kunstakademie Karlsruhe in die Klasse von Hermann Baisch. Im Juli 1889 reiste Otto Modersohn mit Fritz Mackensen zum ersten Mal nach Worpswede. Hans am Ende folgte im August nach. 1893 trafen Fritz Overbeck und 1894 Heinrich Vogeler ein, ebenfalls Studenten der Düsseldorfer Akademie. 1895 stellten die Worpsweder zum ersten Mal als Künstlergruppe in der Bremer Kunsthalle aus. Von der Presse als „Apostel des Hässlichen“ beschimpft, wurden doch zwei Werke für die Sammlung angekauft. Anschließend erlebten die fünf Worpsweder im Münchener Glaspalast ihren ersten großen Erfolg und den nationalen sowie internationalen Durchbruch. Sie wurden als „das europäische Ereignis“ gefeiert. 
1897 ging Otto Modersohn die Ehe mit der Bremer Kaufmannstochter Helene Schröder (1868–1900) ein, die ihm 1898 Tochter Elsbeth (1898–1984) gebar. 1899 trat er aus der Künstlervereinigung wieder aus. Er kämpfte „für die persönliche, individuelle Freiheit“ jedes Einzelnen in der Kunst, wie er es in seinem Austrittsschreiben am 25.07.1899 formulierte. 1900 starb nach langer, schwerer Krankheit seine erste Frau. In diese Zeit fällt die Freundschaft mit Rainer Maria Rilke und Carl Hauptmann. 1901 heiratete er die Malerin Paula Becker, die kurz nach der Geburt der Tochter Mathilde (Tille Modersohn, 1907–1998) an einer Embolie starb. 
Die folgenden 36 Schaffensjahre an der Seite seiner dritten Frau Louise Breling (1883–1950), Tochter von Heinrich Breling, mit der er zwei Söhne hatte, Ulrich Modersohn (1913–1943) und Christian Modersohn (1916–2009), waren nach der Übersiedelung von Worpswede (1908) nach Fischerhude und den Sommermonaten von 1930 bis 1936 im Allgäu von intensiver Arbeit geprägt. 
1940 erhielt er die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft. 
Er starb am 10.03.1943 in Rotenburg an der Wümme. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof in Quelkhorn bei Fischerhude. 
oo 1) 1897 mit Helene Schröder 
oo 3) mit Louise Breling
Eltern: Wilhelm Modersohn und Luise Heidebrink
Grab - Otto Modersohn 1865-1943 - Friedhof Quelkhorn
Link: Wikipedia - Otto Modersohn - Landschaftsmaler, 1865-1943
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Paula Becker
* 08.02.1876 lu Dresden    + 30.11.1907 Worpswede
Paula Modersohn-Becker  
Beruf: Malerin 
[MLepper] [Wikipedia] Minna Hermina Paula Becker, * 08.02.1876 Dresden-Friedrichstadt, + 30.11.1907 Worpswede, luth, Tochter von Karl Woldemar Becker und Mathilde von Bültzingslöwen. 
Paula Modersohn-Becker war eine deutsche Malerin und eine der bedeutendsten Vertreterinnen des frühen Expressionismus. In den knapp 14 Jahren, in denen sie künstlerisch tätig war, schuf sie 750 Gemälde, etwa 1000 Zeichnungen und 13 Radierungen, die die bedeutendsten Aspekte der Kunst des frühen 20. Jahrhunderts in sich vereinen. 
Paula Modersohn-Becker verbrachte ihre ersten zwölf Lebensjahre in Dresden. 1888 zog die Familie Bremen. Im Frühjahr 1893 sah Paula Becker das erste Mal Bilder des Worpsweder Künstlerkreises. Otto Modersohn, Fritz Mackensen, Fritz Overbeck, Hans am Ende und Heinrich Vogeler stellten in der Kunsthalle Bremen ihre Gemälde aus. Paula Becker war zwar angetan, aber eine besondere Begeisterung ist ihren Tagebucheinträgen nicht zu entnehmen. Besonders gut gefiel ihr allerdings ein Bild ihres späteren Mannes Otto Modersohn – sie beeindruckten die eigenartig getönten Farben und die Art und Weise, mit der er die Stimmung in der Heide einfing. 
Paula Modersohn-Becker wurde durch ihre Eltern stark unterstützt. Der Besuch von Zeichen- und Malschule, insbesondere Portraitmalerei, brachte Paula immer mehr zu ihrem eigenen Stil. - Anlässlich der Silberhochzeit der Eltern unternahm die Familie Becker im Sommer 1897 einen Ausflug in das kleine, vor den Toren Bremens gelegene Dorf Worpswede. Paula Becker war von der Landschaft und ihrem Farbenspiel, der Einsamkeit des Ortes und der dort angesiedelten Künstlerkolonie tief beeindruckt. Vor Beginn des Herbstsemesters 1897 fuhr sie erneut mit einer Freundin dorthin, um zu wandern und die Maler aufzusuchen. Als sie im Januar 1898 600 Mark erbte und ihre kinderlosen Verwandten Arthur und Grete Becker ihr eine auf drei Jahre befristete jährliche Rente von 600 Mark aussetzten, damit sie ihre Ausbildung fortsetzen konnte, beschloss sie, unterstützt von ihren Eltern, nach Worpswede zu gehen. Ursprünglich war nur an einen kurzen Ferienaufenthalt gedacht. Mathilde Becker plante, dass ihre Tochter ein paar Wochen bei Fritz Mackensen Mal- und Zeichenunterricht genießen und dann im Herbst eine Aupair-Stelle in Paris annehmen sollte. Dem Einfluss des Vaters war es zu verdanken, dass Mackensen sich tatsächlich dazu bereit fand, die Tochter bei ihren Malstudien zu unterstützen. Als Paula Becker jedoch im September 1898 nach Worpswede ging, war offenbar bereits ein längerer Aufenthalt geplant. 
Ab etwa 1898 entwarf sie im Auftrag des Kölner Schokoladeproduzenten Ludwig Stollwerck zusammen mit ihrem späteren Ehemann Otto Modersohn und den Worpsweder Künstlern Fritz Overbeck und Heinrich Vogeler Stollwerck-Bilder, beispielsweise Gänsejunge mit Flöte und Bauernfrau mit zwei Gänsen sowie Porträts von sechs Frauen mit Blumenranken. - 1899 reiste Paula nach Paris zu einem Studienaufenthalt, wo bereits ihre Freundin Clara Westhoff lebte. Im April 1900 kehrte sie nach Worpswede zurück. 
Am 25. Mai 1901 heirateten Otto Modersohn und Paula Becker. Ihre Heirat fand im elterlichen Haus von Paula Becker in Bremen statt. 
Paula Becker hatte in Modersohn einen sie liebenden Mann gefunden, der ihre künstlerische Weiterentwicklung nach Kräften unterstützte und ihr alles aus dem Weg räumte, damit sie ihrer künstlerischen Arbeit nachgehen konnte. Er brachte ihr zeitlebens das tiefste künstlerische Verständnis entgegen. - Im Frühjahr 1903 erbat sich Paula Modersohn-Becker von ihrem Mann die Zusage, für einen Zeitraum von zwei Monaten nach Paris zurückkehren zu können. In Paris verkehrte sie sehr viel mit dem Ehepaar Rilke. Der dritte Aufenthalt 1905 in Paris hatte Paula Modersohn-Becker angeregt, sich mehr dem Stillleben zuzuwenden. 
Am 02.11.1907 brachte Paula Modersohn-Becker nach einer schwierigen Geburt ihre Tochter Mathilde („Tille“, 1907–1998) zur Welt. Der Arzt verordnete ihr Bettruhe. Am 20.11. durfte sie erstmals aufstehen, worauf eine Embolie einsetzte, an der sie im Alter von 31 Jahren verstarb. Wie schade ! so überlieferte Otto Modersohn, seien ihre letzten Worte gewesen. 
Paula Modersohn-Becker fand ihre letzte Ruhestätte in einem Grab auf dem Kirchhof der Zionskirche, die seit dem Jahre 1759, dort auf dem Weyerberg in Worpswede steht.
Eltern: Carl Woldemar Becker und Mathilde von Bültzingslöwen
Grabmal - Paula Modersohn-Becker 1876-1907 in Worpswede
Link: Wikipedia - Paula Modersohn-Becker, Malerin, 1876-1907
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  25.05.1901 Bremen
[Wikipedia] Heirat am 25.05.1901 in Bremen zwischen Otto Modersohn und Paula Becker.  
1 Kind
Mathilde Modersohn
* 02.11.1907 ev Worpswede    + 1998
[Wikipedia] Mathilde Modersohn, * 02.11.1907 Worpswede, + 1998, Tochter von Otto Modersohn und Paula Becker.

 
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