Familienbuch Euregio

Johann Theodor Laurent
* 06.07.1804 rk Aachen    + 20.02.1884 Simpelveld
Beruf: Katholischer Geistlicher, Apostolischer Vikar 
Verfechter eines orthodoxen Katholizismus 
Apostolischer Vikar von Luxemburg 
Geistlicher Direktor der Genossenschaft vom armen Kinde Jesus 
[IGI] [Geburtsurkunde] Aachen, Jean Theodore Laurent, *06.07.1804 Aachen Stadt, Rheinland, Prussia, Sohn von Francois Laurent und Gertrude Schoenen 
[IGI] [Sterbeurkunde] Simpelveld, Limburg, Nederland, Johan Theodoor Laurent, +20.02.1884, 79 Jahre alt, geb. in Aken Duitsland, Sohn von Gerard Laurent und Catharina Schönen  
[WGfF] [Totenzettel] Dr. Joh. Theod. Laurent, +20.02.1884 Simpelveld im Haus Loreto, fast 80 Jahre alt; Bischof von Chersones i. p. i., vormals apostolischer Vikar von Hamburg u. Luxemburg, Thronassistent Sr. Heiligkeit des Papstes, geistlicher Direktor der Genossenschaft vom armen Kinde Jesus 
[DeutscheBiographie] Robert Oscar Claeßen, 2020, Johann Theodor Laurent, *06.07.1804 Aachen, +20.02.1884 Simpelveld, Vater: Franz, als österreichischer Soldat nach Aachen verschlagen, Sohn des Theodor in Marnach (Luxemburg) und der Anna Maria Passeau; Mutter: Gertrud, Tochter des Heinrich Schönen und der Margarete Hahn; Bruder: Josef (1808–67), Historiker, Archivar und Bibliothekar der Stadt Aachen; Verwandter: Joseph (1853–1923), Stadtbaurat von Aachen. — Auf Anraten und durch die Vermittlung seines Bruders Josef nahm Laurent Kontakt auf zu dem „Aachener Priesterkreis“ um Oberpfarrer Nellessen und zu verschiedenen ultramontanen Kreisen, u. a. in Koblenz und Düsseldorf. Durch den „Aachener Priesterkreis“ konnte er in den Wirren des „Kölner Kirchenstreites“ Nachrichten aus den Rheinlanden über die Nuntiatur in Brüssel nach Rom vermitteln. Er griff mit einer anonymen Schrift in den Streit ein, verteidigte den Erzbischof in belgischen Zeitungen und versorgte durch die Aachener Priester die Rheinlande mit Informationen. — Sein Hirtenbrief von 1847 (als Apostolischer Vikar von Luxemburg) „Über die Wohlfahrt“ enthält Überlegungen zum sozialen Charakter des Eigentums und zum Recht des arbeitenden Menschen, so entlohnt zu werden, daß für ihn und seine Familie ein menschenwürdiges Leben garantiert sei. — Die Gründung der Genossenschaft der „Schwestern vom armen Kinde Jesus“ durch Clara Fey ist wesentlich sein Werk. 
[Wikipedia] 2020, Johannes Theodor Laurent, *06.07.1804 Aachen, +20.02.1884 Simpelveld, war Apostolischer Vikar von Luxemburg. - Gymnasium in Aachen; 2 Jahre Theologiestudium in Bonn; Wechsel nach Lüttich wegen Unvereinbarkeit mit den Vorlesungen von Prof. Hermes, der in Bonn als Vertreter der katholischen Aufklärung Dogmatik dozierte; am 14.03.1829 Priesterweihe in Lüttich; 1829-1935 Vikar in Heerlen, 1835-1839 Pfarrer in Gemmenich; im Kölner Kirchenstreit (Kölner Wirren) Vertreter der Ultramontanisten und Kämpfer eines orthodoxen Katholizismus; 1839 Ernennung zum Titularbischof von Chersonesus in Creta (Anmerkung: Bischof i.p.i.) und zum Apostolischen Vikar des Nordens, nicht approbiert von der Preußischen Regierung wegen seiner Haltung im Kölner Kirchenstreit, 1840 Bitte um Entlassung; am 01.12.1841 Ernennung zum Apostolischen Vikar von Luxemburg, 1848 Rückkehr von Luxemburg nach Aachen auf Grund von Unstimmigkeiten mit der Luxemburger Regierung, Wohnung im Haus seines Bruders Josef Laurent; 1856 Rücktritt; geistlicher Direktor der Schwestern vom armen Kinde Jesus, 1879 mit den Schwestern ins Exil nach Simpelveld in der Folge des Kulturkampfs
Eltern: Franz Xaver Laurent und Gertrud Schönen
Link: Wikipedia: Johannes Theodor Laurent
Link: Deutsche Biographie: Johann Theodor Laurent
Link: Wikipedia: Kölner Wirren
Link: Wikipedia: Georg Hermes (Theologe)
Link: Wikipedia: Ultramontanismus
Link: Wikipedia: Andreas Gau, Kölner Wirren und Restauration
Link: Wikipedia: Schwestern vom armen Kinde Jesus

 
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