Familienbuch Euregio

Johann Wolfgang von Goethe
* 28.08.1749 Frankfurt am Main    + 22.03.1832 Weimar
[Heidermanns] 
[Wikipedia] Johann Wolfgang von Goethe wurde am 28. August 1749 im heutigen Goethe-Haus am Frankfurter Großen Hirschgraben geboren. Der Vater Johann Caspar Goethe (1710–1782) war Jurist, seine Mutter, Catharina Elisabeth Goethe, geb. Textor (1731–1808), entstammte einer wohlhabenden und angesehenen Frankfurter Familie. Die Geschwister Goethe erhielten eine aufwändige Ausbildung. Von 1756 bis 1758 besuchte Johann Wolfgang eine öffentliche Schule. Danach wurde er gemeinsam mit der Schwester vom Vater sowie durch Hauslehrer unterrichtet. Auf dem Stundenplan standen u. a. Französisch, Englisch, Italienisch, Latein, Griechisch, naturwissenschaftliche Fächer, Religion und Zeichnen. Außerdem lernte er Cello und Klavier spielen, Reiten, Fechten und Tanzen. Auf Weisung des Vaters begann Goethe im Herbst 1765 ein Jurastudium in Leipzig, das er aber bald vernachlässigte. Im Juli 1768 erlitt Goethe einen „Blutsturz“ (wahrscheinlich Tuberkulose). Halbwegs wieder reisefähig, kehrte er im August ins Elternhaus zurück. Die lebensbedrohliche Erkrankung erforderte eine lange Rekonvaleszenz und machte ihn empfänglich für die Vorstellungen des Pietismus, die eine Freundin der Mutter, die Herrnhuterin Susanne von Klettenberg, ihm nahebrachte. Er beschäftigte sich außerdem mit mystischen und alchemistischen Schriften, eine Lektüre, auf die er später im Faust zurückgreifen sollte. Unabhängig davon verfasste er in dieser Zeit sein erstes Lustspiel Die Mitschuldigen. Im April 1770 setzte Goethe sein Studium in Straßburg fort. Diesmal widmete er sich zielstrebiger den juristischen Studien, fand aber auch Zeit, eine ganze Reihe persönlicher Bekanntschaften anzuknüpfen. Goethe wurde einer der bedeutensten deutschen Dichter. Er forschte und publizierte außerdem auf verschiedenen naturwissenschaftlichen Gebieten. Ab 1776 bekleidete er am Hof von Weimar unterschiedliche politische und administrative Ämter. 1782 wurde Goethe in den erblichen Adelsstand erhoben. Am 22. März 1832 starb er, vermutlich an einem Herzinfarkt. Er wurde am 26. März in der Weimarer Fürstengruft bestattet.
Eltern: Johann Caspar Goethe und Katharina Elisabeth Textor
Link: Johann Wolfgang von Goethe in Wikipedia
Link: Die Weimarer Fürstengruft
Link: Homepage über Johann Wolfang von Goethe
Man sollte jeden Tag . . .
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Persönlichkeiten im Spiegel Aachener Straßen
Christiana Vulpius
* 01.06.1765 Weimar    + 06.06.1816 Weimar
genannt: Christiana von Goethe 
Johanna Christiana Sophia Vulpius 
[Heidermanns] 
[Wikipedia] Christiana Vulpius wurde am 01.06.1765 in Weimar als Tochter von Johann Friedrich Vulpius und Christina Margaretha Riehl geboren. Christianes Vorfahren väterlicherseits waren Akademiker über mehrere Generationen. Mütterlicherseits stammte sie aus einer Handwerkerfamilie. Ihr Vater Johann Friedrich Vulpius, Amtsarchivar in Weimar, d.h. Aktenkopist, hatte einige Semester Rechtswissenschaften studiert, das Studium jedoch abgebrochen. Seine Stelle war schlecht bezahlt, die Familie lebte in sehr bedrängten Verhältnissen, zumal der Vater alles tat, um dem ältesten Sohn Christian August Vulpius ein Studium zu ermöglichen. Christiane war gezwungen, eine Stelle als Putzmacherin in einer kleinen Weimarer Manufaktur bei Caroline Bertuch anzunehmen. Sie lernte Johann Wolfgang Goethe kennen und heiratete ihn 1806. 1815 erlitt sie einen Schlaganfall. Im folgenden Jahr kam unter starken Schmerzen ein Versagen der Nierenfunktion hinzu. Nach einer Woche qualvollen Leidens starb sie am 6. Juni 1816. Die Beisetzung, an der Goethe nicht teilnahm, fand auf dem Jacobsfriedhof Weimar statt. Ihr Grab war lange Zeit verschollen und wurde erst 1888 wieder aufgefunden.
Eltern: Johann Friedrich Vulpius und Christina Margaretha Riehl
Link: Christiana von Goethe in Wikipedia
Link: Der Jacobsfriedhof in Weimar
  19.10.1806 Weimar
[Wikipedia] Wenige Wochen nach seiner Rückkehr machte Goethe die 23-jährige Christiane Vulpius zu seiner Geliebten und bald darauf auch Lebensgefährtin. Im Dezember 1789 wurde der Sohn August geboren; vier darauffolgende Kinder sollten jeweils nur einige Tage leben. Der wenig gebildeten, aus einfachen Verhältnissen stammenden Frau blieb der Zugang zur Weimarer Gesellschaft, in der Goethe sich bewegte, verschlossen. Sie galt dort als ordinär und vergnügungssüchtig, erschwerend kam die Illegitimität des unstandesgemäßen Verhältnisses hinzu. Goethe schätzte ihr natürliches, fröhliches Wesen. Er hielt an der Verbindung mit seinem „kleinen Eroticon“ bis an Christianes Lebensende 1816 fest, erleichterte ihre gesellschaftliche Stellung aber erst 1806 durch eine Heirat. Johann Wolfgang von Goethe und seine Frau Christiane hatten fünf Kinder. Außer August, dem ältesten, wurde eines tot geboren, die anderen starben nach Tagen oder Wochen. 
Link: Johann Wolfgang von Goethe in Wikipedia
Link: Christiana von Goethe in Wikipedia
1 Kind
August von Goethe
* 25.12.1789 Weimar    + 27.10.1830 Rom
[Wikipedia] Julius August Walter von Goethe, *25.12.1789 in Weimar, †27.10.1830 in Rom, war Sohn Johann Wolfgang von Goethes und gehörte dem Hof des Großherzogs von Sachsen-Weimar-Eisenach Karl August an. August von Goethe war das einzige der fünf Kinder Christiane und Johann Wolfgang von Goethes, das das Erwachsenenalter erreichte. Mit 27 Jahren heiratete er am 17. Juni 1817 in Weimar Ottilie Wilhelmine Ernestine Henriette von Pogwisch. Das Ehepaar hatte die drei Kinder. Goethe war am Weimarer Hof ab 1810 charakterisierter Kammer-Assessor, wurde 1811 in den Staats- und Hofdienst eingestellt, wurde 1813 Hofjunker, 1815 Kammerjunker und Kammerrat und 1823 Geheimer Kammerherr. 1825 erhielt er durch den Weimarer Stadtrat gemeinsam mit seinen beiden Söhnen und für alle männlichen Nachkommen auf ewige Zeit das Bürgerrecht der Residenzstadt Weimar verliehen. Er starb in der Nacht vom 26. auf den 27. Oktober in Rom.
∞ 17.06.1817 Weimar mit Ottilie von Pogwisch
3 Kinder: Walther Wolfgang, Wolfgang Maximilian, Alma
Link: August von Goethe in Wikipedia

 
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